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Von FACHWERK zu FACHWERK - zwischen Fallstein und Fallstein von HORNBURG nach OSTERWIECK ca. 55km
Neben den baulichen und architektonischen Sehenswürdigkeiten in
Hornburg und Osterwieck bietet diese Tour viele landschaftliche Reize. Diese gemütlche Tagestourstellt bis Hornburg keine besonderen Anforderungen. Die Weiterfahrt nach Osterwieck und die Rücktour bis Isingerode
fordern die Teilnehmer allerdings auf Grund einiger Steigungen und schlechten Wegabschnitten und verlangen etwas Kondition.
Bornum ist von Wolfenbüttel auf der Ex-B4 oder deren Radweg an der Ex-B4 über Halchter und Ohrum und
Dorstadt zu erreichen. Von Bornum aus suchen wir unseren Weg über die Warne. Vor der Brücke über die Oker nach rechts abbiegen. Diesem Weg folgen wir, biegen nach einem Rechtsknick nach links ab und fahren bis nach
Börßum, das letzte Stück wieder an der Oker entlang. Auf die nächste Querstraße nach links einbiegen, über die Oker und die Bahnschienen geht es dann nach rechts in die Straße Am Wasserwerk und gleich wieder rechts in die Bahnhofstraße zum ehemals bedeutsamen,
jetzt leider verwahrlosten Bahnhof Börßum.
Gegenüber dem ehemaligen
Bahnhofsgebäude die Kanal-Ilse überqueren, dann gleich links und bei der Poststraße rechts. An der nächsten Gabelung den asphaltierten Weg links bergauf und an der nächsten Einmündung rechts. Diesem
Weg folgen wir am Vorwerk Tempelhof vorbei. An der nächsten Kreuzung nach ca. 600 m rechts halten, der Weg führt uns über eine Brücke hinweg und mit einem Linksknick zur B82 nach Hornburg. Hornburg allein ist
aufgrund seines Stadtbildes mit 300 denkmalgeschützten Fachwerkhäusern aus dem 16. und 17. Jahrhundert eine Reise wert. Um die Tour zum zweiten Ziel, Osterwieck,
fortzusetzen fahren oder schieben wir von der Marktstraße aus die Schlossbergstraßehinauf, direkt vorbei an der Burg. An der nächsten Einmündung nach rechts in die Osterwiecker Straße und kurz vor dem Ortsausgang links in den Kapellenweg. Es folgt ein langer Anstieg in
den Wald auf dem Kleinen Fallstein hinein, dessen Bewältigung dann aber gleich anschließend mit einem herrlichen Ausblick auf den Großen Fallstein belohnt wird. Wir
befinden uns nun auf dem Kammweg, dem wir durch abwechslungsreiche Vegetationsstrukturen folgen. Genauso abwechslungsreich sind allerdings auch Oberflächenbeschaffenheit und Befahrbarkeit des Weges. Feld- und Waldwege
wechseln sich ab mit kurzen Strecken Sand und einem längeren Abschnitt Betonpatten-Piste der ehemaligen Grenzbefestigung.
Der Schmalsattel des Kleinen Fallsteins erstreckt sich über knapp 10 km, von Hornburg bis Osterwieck und erreicht eine Hohe von 167 m. In nord-südlicher Richtung verläuft die
Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und Niedersachsen - die ehemalige innerdeutsche Grenze. Die Reste der Befestigungsanlage und ein Grenzwachturm sind noch vorhanden.
Der Kleine Fallstein liegt inmitten einer intensiv genutzten Landschaft. Das Landschaftsbild ist ein Mosaik an Biotopen, darunter besonders
auffällig die groß- und kleinflächigen Halbtrockenrasen am Südhang, die durch viele Gebüsche und Trockentäler, wie auch durch Kiefernwälder begrenzt werden. Es gibt eine Reihe
stillgelegter Steinbrüche, die für Straßen- und Wegebau genutzt wurden, darunter eine große Anlage bei Hoppenstedt. Dies sind wichtige Rückzugs- und Lebensräume für Pflanzen
und Tiere, sie zeigen, als Fenster in die Erdgeschichte, auch die Entstehung des Fallsteingebirges. Im Bereich des Kammes gibt es Kiefernwälder und nahe der ehemaligen Grersze
einen wunderschöner Birkenwald mit unzähligen Fliegenpilzen im Herbst. Hervorheben möchten wir schließlich den große Eichen Hainbuchenwald im östlichen Teil der über eine
große Artenfülle verfügt. Südwestlich des Bergrückens gibt den kleinen, naturnaher Flusslauf der Ilse.
An der nächsten kreuzenden Straße nach ca. 5 km fahren wir nach rechts die steile Abfahrt nach Hoppenstedt hinab und von dort weiter auf der
Kirschbaumallee bis nach Osterwieck. Am Ende der kopfsteingepflasterten Einfallstraße halten wir uns rechts und gleich anschließend wieder links in die Schulzenstraße, die uns direkt zum Marktplatz führt. Das 1000-jährige Städtchen an der Ilse, heute mit 6000 Einwohnern, erhielt bereits im Jahre 974 das Münz-
und Zollrecht. Im 16. und 17. Jahrhundert entstanden auch hier etwa 130 denkmalgeschützten Fachwerkhäuser. Auch hier ist der Rundgang durch die teilweise engen und verwinkelten Gassen mehr als empfehlenswert.
Wir verlassen die Stadt wieder über die Schulzenstraßeund nach links über die Goslarer Straße. Hinter dem Ortsausgang und nach Überquerung der Ilse biegen wir rechts ab nach Stötterlingen und fahren weiter nach Bühne
. An der Kreuzung im Ort geht es auf einem sehr schlechten Straßenabschnitt nach links in den Ortsteil Rimbeck. Dort nehmen wir uns an der Kreuzung bei der
Kirche den mittleren, zunächst steil ansteigenden, später flacheren Feldweg. Nach ca. 3 km treffen wir auf eine Straße der wir nach links folgen und die uns, um steil hinab nach Göddeckenrode
führt. Wir nehmen den nächsten Weg dahinter links zur Schwedenschanze, und gelangen nach der Abfahrt durch den Hohlweg rechts nach Isingerode. In Isingerode
fahren wir geradeaus bis zur B82, überqueren diese und gelangen schräg rechts in die Straße Steinfelder Mühle. Der Weg führt, immer am Eckergraben und später an der Bahn entlang, zurück zum Bahnhof Börßum
. Von hier aus geht es in Gegenrichtung auf der gleichen Route wie bei der Herfahrt zurück nach Bornum oder Wolfenbüttel.
Die Anregung zu dieser Tour am 1. Mai 2009 fanden wir unter http://www.adfc-wf.de/foa_heft1.pdf (Tour 9)
Aller-Radwanderweg: von der Quelle 148 km stromabwärts (mit sämtlichen Umwegen!!) - Von Eggenstedt (am Hohen Holz) nach Gifhorn 13.-15.07.2009 -
   
Mit 263 Länge und nach Aufnahme vieler Bäche ist es hauptsächlich die Aller, durch die die Weser ab Verden gespeist wird. Ab Celle ist sie schiffbar. Der
Einzugsbereich der Aller umfasst mit 15.600 km² die Städte Hannover, Braunschweig, Hildesheim, Göttingen, Goslar und Wolfsburg. Als wichtigste Nebenflüsse münden
von links bei Müden die Oker, in Celle die Fuhse, bei Schwarmstedt die Leine und....
von rechts kleinere Flüsse, die vor allem die Lüneburger Heide entwässern: die Ise bei Gifhorn Ise, die Lachte in Celle, die Örtze bei Winsen, die Böhme, Alpe und Wölpe bei
Rethem, die Lehrde bei Kirchlinteln-Hohenaverbergen, der Gohbach bei Verden-Eitze und, kurz vor der Mündung, die Halse bei Verden-Dauelsen.
Die Aller entspringt im Nordwesten der Magdeburger Börde, nördlich von Oschersleben/Bode aus mehreren (!) Quellbächen in den Gemeinden
Wormsdorf-OT Gehringsdorf, Ovelgünne-OT Siegersleben und Eggenstedt. Der Eggenstedter Zufluss ist der südlichste davon. Seit gibt es den, 251 km langen Radfernweg, http://www.fahrradreisen.de/radwege/images/RK_209.GIF, der diese Regionen durchquert und
gleichzeitig das Landschaftsschutzgebiet Hohe Holz in der südlichen Altmark, mit dem Naturpark Drömling und dem Naturpark Südheide verbindet. Nach
komplettem Ausbau bis Magdeburg wird er uns 285 km erschließen. Anschluss-Wege gibt es in Eggenstedt, das gemeinhin mit der Allerquelle in
Verbindung gebracht wird (obgleich Experten von mindestens fünf Quellflüssen sprechen). Angesichts des ausgeprägten Höhenprofils, http://www.deutschland-tourismus.de/applications/aktiv/htdocs/hoehenprofil.php?id=23822 , (Höhendifferenz ca. 150 m) finden wir es bemerkenswert, dass
die Route zumeist ausgehend von Verden beschrieben wird. Die genauere Inspektion zeigt allerdings, dass sich im Quellgebiet zahlreiche mühsam zu bezwingende Hügel befinden.
Obgleich wir unsere Tour direkt in Eggenstedt begonnen haben, möchten wir Anregungen aufnehmen, die wir im Bördemuseum (Ummendorf) und im
Bfs Morsleben (Informationsstelle des Bundesamtes für Strahlenschutz) gefunden haben – Heribert Kröger (BfS, Tel. 039050 8274) sei Dank! Wir nehmen
uns also vor, das Quellgebiet der Aller umfassend zu erkunden, und dafür bietet sich Ummendorf als Ausgangspunkt an.
Dazu überqueren wir die B 245 (Ummendorf-Eilsleben) am Containerdienst Berger
auf dem Gelände der vormaligen Rübenblattdarre und passieren nach 100 m eine kleine Brücke. Hier mündet der „Beek" genannte Dorfbach in die Aller. Dem Weg
folgend hoch zum Friedhof, gelangen wir wieder auf den eigentlichen Aller-Radweg an der Straße nach Wormsdorf. Hier bietet es sich an, die Dorfkirche in Ortsmitte
mit dem erhaltenen romanischen Portal an der Südseite anzuschauen, besonders aber das wenige Meter dahinter befindliche Sammelbecken einer artesischen Quelle
(Grundwasser im „artesischen Zustand“ fließt infolge Überdrucks eigenständig aus; ein artesischer Brunnen wurde im 12. Jahrhundert für Artois/Frankreich
beschrieben). Man vermutet, dass die Quelle Anlass war, das Gelände schon in ur- und frühgeschichtlicher Zeit zu besiedeln. Auch der mittelalterliche Name
"Warmestrorp" wird auf Wasserquelle mit nie gefrierendem Wasser zurückgeführt. Hiervon profitierten u.a. die drei ehemaligen Bäckereien, welche viel und gutes
Wasser brauchten. Auch wurden sie bis 1949 durch eine Wassermühle und durch eine errichtete Molkerei (seit 1889) genutzt.
Von Wormsdorf aus führt uns ein Plattenweg in östlicher Richtung durch die Allerhorst und dann, in südöstlicher Richtung entlang des Wormsdorfer Grabens zur
Vereinigung des Gehringsdorfer Quellbaches [1] mit dem Eggenstedter Quellbach ([2] aus südwestlicher Richtung] und dem „Deipenbeek“ [3], einem Quellbach, der
nordöstlich in Siegersleben entspringt. Hier wird die Aller gewissermaßen geboren. Allerdings birgt auch der Eggenstedter Bach noch zwei Komponenten, denn nach
wenigen Kilometern geht noch, aus Osten kommend, der Seehäuser Quellbach („Schapersgraben“) ein Bündnis mit dem „Rothebeek“ ([4], dem eigentlichen
Eggenstedter Quellbach] ein. Auf der alten gepflasterten Verbindung von Siegersleben nach Eggenstedt geht es nun an den Punkt an dem der Alle-Radweg (eigentlich) beginnt:
Eggenstedt. Als Dorf am Waldrand des "Hohen Holzes", gilt es als Naherholungsort, darunter als Ausgangspunkt für Pilzsammer im angrenzenden Wald.
Am Waldrand liegt die Dorfstraße, die uns zum Dorfplatz führt, an dessen Westseite die beiden Eggenstedter "Allerquellen" warten. Eine dieser Quellen
war mit Sandsteinquadern umrandet und mit einem Holzdach versehen – die Anlage wird derzeit wiederhergestellt. Eine der Quellen
befindet sich übrigens im Keller der benachbarten ehemaligen Gaststätte, wo sie in der Vergangenheit stets gekühltes Bier garantierte. Schade, dass diese Zeit vorbei ist!
Durch Eggenstedt führen drei Fernradwege: der Allerradweg von der Quelle in Eggenstedt bis zur Mündung in die Weser bei
Verden, der Aller-Harz-Radweg als die Verbindung zwischen dem Allerradweg und dem Harzradweg und schließlich der Börderadweg
von Berlin durch die Börde nach Hameln. Einige Abschnitte sind derzeit noch nicht vollständig ausgeschildert. Wir folgen dem Allerradweg bis
Gehringsdorf. Im Ort geht es nach links zum Quellteich, der deutlich sichtbar als „Allerquelle“ ausgewiesen wird. Bei klarem Wasser im
Winter sieht man mitunter, wie Wasser aus dem Untergrund emporquillt. Von dort führt der Weg am Gehringsdorfer Gutspark (einem
Vorwerk des Klostergutes Meyendorf mit seinem 1709-1733 erbauten Herrenhaus), zurück nach Wormsdorf, dann, einer zunächst guten Beschilderug folgend, nach Ummendorf
. Hier und an der Schäferei verließ un entweder unsere Orientierung oder die Beschilderung.
Während der kleinen Irrfahrt machten wir zahlreiche nette Bekanntschaften undstaunten über die zahlreichen Ideen für eine aufschlussreiche Weiterfahrt, die uns schließlich über Marienborn nach Morsleben gelang.
Als Grenzdorf hatte Morsleben schon früher Bedeutung. Im Zentrum befindet sich das sogenannte Zollhaus im
welchen sich das Hauptzollamt befand. Auch an der Kirche mit ihrem Reiterstein welcher dem von Hornhausen nicht unähnlich ist, kann man von der Romanik über die Gotik bis zum Barock eine sehr interessante Baugeschichte
erfahren. Der Salzbergbau in dieser Region blickt auf eine über hundertjährige Tradition zurück. Das Abteufen des ersten
Kalischachts – Schacht Marie – begann 1897. Der Schacht Bartensleben wurde von 1910–1912 abgeteuft. Das Grubengebäude der Schachtanlage Bartensleben ist mit der ehemals selbständigen Schachtanlage Marie an mehreren
Stellen untertägig verbunden.Das Endlager für radioaktive Abfälle Morsleben (ERAM) wurde zu DDR-Zeiten in diesem ehemaligen Kali- und
Steinsalzbergwerk eingerichtet. Heute wird die Schachtanlage von der Deutschen Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe
mbH (DBE) im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz betrieben (BfS). Als sehr lohnenswert erwies sich ein Besuch in der BfS
Informationsstätte, dessen Leiter uns neben zahlreihen Informationen Tipps für Ausflüge entlang der Aller-Zuflüsse gab, und der auch selbst Exkursionn in dieses Gebiet organisiert (siehe Einleitung).
Zu DDR-Zeiten wurden in der Schachtanlage Marie unter Tage Hühner gehalten. Den Tieren konnte durch geschicktes An- und Abschalten des
Lichtes ein um etwa eine Stunde kürzerer Tag vorgetäuscht werden, wodurch diese schneller wuchsen. Zwischengelagerte Härtereialtsalze wurden Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrtausend ausgelagert.
Nach diesem aufschlussreichen Zwischenaufenthalt ging es über Walbeck (hier sollte man den Besuch der Stiftsruine nicht versäumen!) nach
Weferlingen. Da wir viele Stunden lang kein geeignetes Nachtqartier mehr gesihtet hatten, liefen wir hier das erste ausgeschilderte Hotel (“Zur
Sonne”) an. Erst später stellte sih heraus, dass dies mitte Juli die einzige Übernachtungs- und Speisemöglichkeit am Ort war. Befragung von Passanten ergab den Hinweis dass sich im
“Kronprinzen” gut und preiswert speisen ließe - dies aber stellte sich als der frühere Name unseres Hotes heraus, das sich mittlerweile 20 Jahre lang in privater Hand befindet. Unser Gästebuch-Eintrag zeigt: wir kommen wieder!
Nach einem guten Frühstück ging es frisch gestärkt über wenige Kilometer “des Westens” zurück über die alte Grenze nach Oebisfelde. Dessen Burganlage ist im Lichte der Vergangenheit immer
einen Besuch wert, zumal dort kontinuierlich ausgebaut und renoviert wird
Zurück über die alte Grenze führte der Weg durch waldige Abschnitte des Drömling in Richtung Vorsfelde. Dort schien und das Glück endgültig zu
verlassen. Die Beschilderung war beschädigt, nicht aufzufinden, übermalt oder durch undefinierbare Aufkleber ersetzt. Auch in Wolfsburg kamen wir nur kurzfristig wieder auf die Spur, die uns zum Schloss und zum Bahnhof führte.
Dort bgann eine stundenlange Karusselfahrt - alles umsonst! Was blieb uns über, als den Weg auf der Straße nach Fallersleben fortzusetzen. Zurück auf den Aller-Radweg fanden wir erst wieder im Barnbruch, jenseits der Brücke
über den Mittellandkanal. Hier glücke die Schildersuche etwas besser, so dass wir unser zweites Etappen-Ziel (Gifhorn) erreichten.
Hier gab es nun zwei Möglichkeiten: Zurück zum Start, das heißt mit Regionalbahnen über Braunschweig nach Eilsleben, oder über Braunschweig
direkt zurück in unsere Heimatstadt Schöppenstedt, wo unser Zweitwagen nur darauf wartete, uns zurückzubringen zur südlichsten Allerquelle, eben jener am Dorfplatz in Eggenstedt.
Der Saale-Radwanderweg
startet im bayerischen Fichtelgebirge und verläuft auf über 400 km bis zur Mündung in der Elbe. Die 427 km lange Radstrecke ist in Bayern sportlich-anspruchsvoll, wird aber zu einer Erholungsreise -
auch für die Augen - wenn sie durch Thüringen und Sachsen-Anhalt geht. Sachsen-Anhalt bietet auf einer Wegstrecke von 152 km eine der schönsten und abwechslungsreichsten
Burgen- und Flusslandschaften. Zahlreiche Schlösser, Kirchen und Klöster verbinden sich mit großen Namen. Höhepunkte gibt es in Naumburg, Merseburg, Halle und Bernburg. Der Weg endet bei Barby mit der
Flussmündung in die Elbe. Der Weg lässt nichts aus - nicht umsonst wird er auf der Hitliste der schönsten Radwege Deutschlands geführt. Da man am eigentlichen Saale-Radwegende in Barby keinen Bahnanschluss mehr
hat, ist die Weiterfahrt auf dem Elberadweg bis Schönebeck oder Magdeburg zu empfehlen: In Barby gelangt man mit der Fähre oder über die ehemalige Eisenbahnbrücke an das rechte Elbufer. Dort
führt der Elberadweg über Dornburg - Pretzien - Ranies - Schönebeck-Grünewalde bis nach Magdeburg.
Unsere eigene Pfingsttour 2006 fiel hingegen buchstäblich ins Wasser: im strömenden Regen wurden die Räder in Barby abgeladen
und in strömendem Regen gelangten wir nach einer Irrfahrt (die ohnehin spärlich vorhandenen Schilder waren offenbar von
gutmeinenden Besserwissern verdreht worden), über das Saalhorn und zurück, um 17:05 zur Fähre in Werkleitz, die uns den Weg nach
Bernburg über Groß Rosenburg ebnen sollte. Leider hatte diese gerade um 17:00 ihre letzte Tagesfahrt angetreten. Nach einer Nacht in
Calbe und einer Stipvisite in Nienburg erreichten wir am Pfingstsonntag Bernburg. Unsere Pläne, die Route fortzusetzen, um Barby am
nächsten Tag mit dem Zug anzusteuern, mussten wir aufgeben, als wir feststellten, dass die Partnerstadt unseres schönen Schöppenstedt
nicht mehr mit der Bahn erreichbar ist. Also suchten wir uns ein Nachtquartier und nutzten die letzten Stunden des Tages für einen
Besuch auf Schloss Plötzkau. Am Pfingstmontag ging´s dann per Rad zurück zu unserem Ausgangspunkt und per Auto in die Heimat.
Eines bleibt: tiefe Eindrücke von einer traumhaften Umgebung - zumindest bei geringerer “Luftfeuchtigkeit” - und die feste Absicht,
wiederzukommen. Beim nächsten Mal besser vorbereitet! Einige der zahlreichen im Internet zugänglichen Adressen mit wertvollen Tipps und malerischen Fotos haben wir weiter unten zusammengestelt.
Das verlängerte Wochenende vom 30. September bis zum 03. Oktober 2006 nutzten wir, um dem Saaleradwanderweg bei herrlichem Sonnenschein von
Naumburg aus bis Jena zu folgen (Sonntag, 1. Oktober). Sachsen Anhalt war dabei zumeist nur vom Thüringer Saaleufer aus zu sichten. Am
darauffolgenden Montag erkundeten wir, ausgehend von Weimar, den 2001 eröffneten Ilmtal-Radwanderweg, leider bei Regen - wie man der mageren Fotoausbeute entnehmen mag.
Saale-Radwanderweg Naumburg - Jena: Die Tuor von Naumburg aus folgt zunächst dem Saale-Weinwanderweg (Almrichc-Schulpforta) nach Bad Kösen
(Burg Saaleck / Rudelsburg, Käthe Kruse Museum). Dann entang der Hauptroute: Groß Heringen - Camburg (Burg) - Domburg - Jena. Die Rückfahrt
erfolgte - samt Rädern (letztere gratis!) mit der Regionalbahn vom Saalbahnhof (einer Baustelle!) in Jena aus.
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